Kaliwirnae - Vereins-Gründung einer Sikuani Familie

Bereits im Herbst haben wir den Stamm der Sikuani rund um abuelo (Großvater) Clemente Gaitán erfolgreich dabei unterstützt, den Verein „Kaliwirnae“ zu gründen und ein Bankkonto mit einem Sparbetrag von 1 Million Pesos (rund 250 Euro) zu eröffnen.

 

Clemente Gaitán ist einer der letzten Sikuani-Weisen, die die traditionellen Tänze, die Pflanzenmedizin Yopo, die Geschichten über die Entstehung der Welt und die Weisheit über Himmel und Erde noch verkörpern und weitergeben. 

Vor wenigen Jahren hat Monsanto das Land vieler Sikuanis gekauft. Die Meisten konnten der Möglichkeit, zu schnellem Geld zu kommen, nicht widerstehen. Doch abuelo Gaitán bleibt standhaft und versucht mithilfe des Vereins mehr Stabilität, Nachhaltigkeit und Fülle für das Leben der Gemeinschaft rund um ihn zu schaffen.

 

Nun geht es darum, mit 500 Euro dabei zu helfen, ein wirtschaftliches Projekt der Sikuani und damit auf längere Sicht ihre finanzielle Unabhängigkeit zu ermöglichen.

Sie möchten Bio-Chili anbauen, um daraus „Nonajibeno“ (Chilipulver) zu gewinnen und dieses zu verkaufen.

Für die Vorbereitung des Bodens ist die Anmietung eines Traktors notwendig.

 

Wir freuen uns über dieses nachhaltige Projekt der Kaliwirnae-Gemeinschaft und möchten sie gerne dabei unterstützen!

 

In einem Video hat Clemente Gaitán uns seine Dankbarkeit übermittelt, hier ein Auszug aus seinen Worten:

 

„Den Menschen, die diese Initiativen der Sorge und Liebe für unsere Mutter Erde unterstützen, danke ich für ihre Solidarität. Für eure Güte, die Tsamanimonae Kayajabatsane, mögen die Götter euch beschützen. Unsere heiligen Lieder sind Eins mit euren Familien und Gemeinschaften. Möge die Liebe von Mutter Erde euch im Überfluss umarmen.“

Hier der Text, als wir die Sikuanis schon im November 2021 unterstütz haben: 
 

Unsere liebe Ana Barón ist gebürtige Kolumbianerin und lebt seit einem Jahr in Österreich. Sie engagiert sich bei Earth Prayers und verbindet uns immer wieder mit schönen Initiativen in ihrem Heimatland. 

Diesmal geht es um das indigene Volk der Sikuanis, bei dem Ana schon gelebt und über ihre Lebensphilosophie und ganzheitliche Medizin gelernt hat. 

 

Es ist eines unserer großen Herzens-Anliegen, indigene Völker dabei zu unterstützen, ihre Wurzeln und wertvollen Traditionen wieder stärken zu können bzw. zu bewahren. Wie schwer das diesen Völkern gemacht wird, wissen wir alle. 

 

Abuelo (Großvater) Clemente Gaitan ist einer der letzten Sikuani-Weisen, die die traditionellen Tänze, die Geschichten über die Entstehung der Welt, die Pflanzenmedizin Yopo, die Weisheit der Sikuanis über Himmel und Erde noch verkörpern und weitergeben. Vor wenigen Jahren hat "Monsanto" das Land vieler Sikuanis rund um Abuelo Gaitán abgekauft. Die meisten konnten der Möglichkeit, zu schnellem Geld zu kommen, nicht widerstehen. Abuelo Gaitán bleibt standhaft, ist seiner traditionellen indigenen Kultur treu und versucht jetzt durch die Gründung des Vereins "Kaliwirnae" mehr Stabilität, Nachhaltigkeit und auch mehr Fülle in das Leben der Gemeinschaft rund um ihn hereinzubringen. Durch biologische Landwirtschaft soll Ernährungssicherheit für die Sikuanis gesichert werden.

Abuelo Gaitán hat uns um knapp 500 Euro Unterstützung gebeten, um die Kosten für die offizielle Eintragung ihres Vereins decken zu können. Dazu gehören die Fahrt in die Stadt, Geld für Unterkunft, die Anfertigung von Kopien etc.

Weiters möchten sie ein Fest organisieren, bei dem der Verein in der Gemeinschaft offiziell begründet und gefeiert wird, unter Anderem mit ihrem spirituellen Tanz „Tsamanimonae Petajunamuto“ ~ „Der Aufstieg der ursprünglichen Götter in den Himmel“.

 

Wir freuen uns, gemeinsam die Vereins-Gründung zu ermöglichen!

 

In diesen Tagen hat uns folgender Gruß von den Sikuanis erreicht:
 

"Himmelssegen für unsere gemeinsamen Wege. Herzensfreude von unserer Mutter Erde für jedes Gebet und jeden heilsamen Gesang. Möge die Solidarität immer ein Gebet aus dem Herzen der Mutter sein."

 

Abuelo Clemente Gaitán hat sich ein Herz gefasst und per Video über das Vorhaben berichtet.

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